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Mühle Riedl
Naturkost - Landhandel

 

Zur Geschichte

Der erste urkundliche Eintrag einer Mühle in Holzham stammt aus dem Jahr 1648. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ist die Mühle im Besitz der Familie Riedl. Wir sind heute die letzte noch mahlende Mühle an der Glonn.

Der erste Eintrag in den Pfarr-Registern Kirchdorf am Haunpold über die Inhaber der Mühle in Unterholzham stammt aus dem Jahre 1648, dem Ende des 30-jährigen Krieges.
"1648 die 23.Septembris obiyt Joannes Miller de Undholzhaimb, ante fuit sacris Eucharistiae refectus."
Soweit ist der Text gut leserlich, er lautet zu deutsch:"1648 am 23. September starb Joannes Miler von Unterholzhaimb, zuvor wurde er gestärkt mit der heiligen Eucharistie."
Aus dem weiteren Text sind die Worte "Begräbnis, schwedisch, französisch, Reiter" leserlich. Mit anderer Tinte ist hinzugefügt: "2 Jäger sambt 4..."
Aus diesen Wortfragmenten ist eine Bedeutung schwer ersichtlich. Möglichweise haben die einst feindlichen Soldaten nach Kriegsschluss an dem Begräbnis teilgenommen, was auf die Beliebtheit des Miller Joannes von Undholzhaimb schließen ließe. Ab diesem Jahr besteht eine Familienfolge des Joannes Miller. So ist die Mühle in Holzham bis 1872 im Besitz der Familie Miller. Ab etwa 1844 bezeichnet sich die Familie mit dem Namen "Müller". Der Sohn von Joannes Paul Müller, namens Constantin Leutner, dessen Mutter Maria Leutner war, wurde neuer Besitzer der alten Mühle in Unterholzham.

Nachdem die ganze Familie Leutner, bis auf Martin Leutner, ausgestorben war, kam das Anwesen durch Kauf an den neuen Besitzer Ignaz Riedl, Bauernsohn z. Birkl, in Schmidhausen, geboren 30.7.1841. Dies geschah wahrscheinlich in den Jahren 1896/ 1898.

Ignaz Riedl übergab 1912 seinem Sohn aus erster Ehe Johann Paul Riedl das Anwesen und zog im Sommer 1919 in sein neuerbautes Haus, der Villa Maria, in Unterholzham.
Johann Paul Riedl erbaute 1921 für seinen Bruder Ignaz, geboren 17.9.1882, die Krämerei in Oberholzham. Die Krämerei wurde aber wieder verkauft an Johann Pallauf, verheirateter Gastwirt in Kreuzstraße. Ignaz Riedl arbeitete in der Säge und verzog etwa 1954 nach München.
Im Jahre 1924 brannte die alte Mühle komplett nieder und wurde daraufhin in wenigen Jahren wieder aufgebaut. Seit dem steht die jetzige schmälere, dafür aber höhere Mühle, so wie wir sie kennen.
Am 11.5.1945 verstarb Johann Paul Riedl völlig unerwartet.
Die Witwe Maria Riedl verkaufte 1956 Landwirtschaft und Gastwirtschaft Hausnummer 12 an Joseph Obermaier von Hafelsberg.
Das Sägewerk verkaufte sie im März 1956 an ihren Schwager Johann Baptist Riedl, Sohn des Iganz Riedl aus zweiter Ehe, geboren 1908. Eine Verbriefung fand nicht statt.
Die Witwe Maria Riedl, geborene Becvar, verheiratete sich am 29.11.1956 in Birkenstein mit dem Witwer und Schreinermeister Joseph Mayr von Thalham und bewohnte mit ihrem zweiten Ehemann die Villa Maria.
Bei der Mühle, die Johann Baptist Riedl zuerst in Pacht hatte, erbaute er sich ein Wohnhaus in den Jahren 1948/49. Notariell übernahm am 6.12.1967 dessen Sohn Johann Martin Riedl, geboren am 16.10.1941, die Mühle auf Leibrente.
Johann Baptist Riedl verstarb am 9.3.1969.
Nach dem Tode von Maria Mayr, verwitwete Riedl, im November1971 beanspruchte Joseph Mayr, ihr zweiter Ehemann, das Sägewerk, dessen Verbriefung noch immer nicht stattgefunden hatte, für sich. So musste Johann Martin Riedl das Sägewerk wieder zurückgeben. Er modernisierte im Herbst 1970 die in seinem Besitz gebliebene Mühle mit viel Fleiß und Freude. Im Jahr 1965 verheiratete er sich mit Luise Kriegler. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: Johann Alois, Martin Bernhard, Brigitte Maria, Martina Gabriele und Andreas Josef. Im Jahr 1978 wurde das Mühlrad durch eine Ossberger Durchströmturbine mit einer Leistung von 48 PS ersetzt.

Andreas Josef Riedl, der jüngste Sohn, übernahm zum 1.1.2007 den Mühlenbetrieb.
Er ist am 27.9.1980 geboren und hat, nach erfolgreichen Lehrjahren im väterlichen Betrieb,
im Mai 2001 als junger Bestmeister die Meisterprüfung im Müllerhandwerk in Stuttgart abgelegt.

 

Mühle Riedl bietet neben verschiedenen Mehlen aus Weizen, Dinkel und Roggen, auch Naturkost, Dinkelspezialitäten und Artikel aus dem Landhandel an.
Wir sind ein bayrisches Unternehmen mit langer Tradition mit Sitz in Unterholzham bei Bruckmühl, Bad Aibling im Landkreis Rosenheim, Bezirk Oberbayern.

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Stand: 22.07.08
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